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Neue Pflicht an der Tankstelle: Das kommt auf Millionen Autofahrer zu

Diverse Betreiber von Tankstellen müssen ab dem 1. Januar 2028 mindestens eine Schnellladesäule für Elektroautos anbieten.

Tankstelle am Abend
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Wer ein Elektroauto nutzt, hat oft das Problem, keine Schnellladesäule zu finden. Das soll sich künftig zumindest an Tankstellen ändern, die deutschlandweit mit hunderten Standorten vertreten sind. Ab dem 1. Januar 2028 sind diese zu einer oder mehreren der Stationen verpflichtet.

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Wie die Tagesschau berichtet, gibt es aus Sicht der Bundesregierung weiterhin nicht genug Schnellladesäulen in Deutschland. Deshalb plant man die genannte Versorgungsauflage für besonders große Ketten einzuführen. Eine entsprechende Gesetzesänderung hatte das Bundeskabinett demnach bereits auf den Weg gebracht. 

Einen Vorteil würde das für insgesamt rund 1,5 Millionen Fahrerinnen und Fahrer bedeuten. So viele Elektroautos sind derzeit laut Statista landesweit zugelassen (Stand: 1. April 2024). Schon 2022 überschritt die Zahl der für den Verkehr zulässigen elektrischen Fahrzeuge die eine-Million-Marke.

Von der neuen Regelung betroffene Tankstellenbetreiber sollen dann mindestens eine frei und für alle zugängliche Schnellladesäule mit einer Leistung von mindestens 150 Kilowatt (kw) betreiben müssen. Dabei handelt es sich aller Voraussicht nach um rund ein Dutzend Unternehmen, wie das Verkehrsministeriums in einem Papier erläutert.

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Dieses Ziel verfolgt die Regierung

Durch die neue Verpflichtung erhofft man sich auf Regierungsseite einen positiven Effekt auf den Absatz von E-Autos. Bis 2030 soll die derzeitige Zahl auf 15 Millionen Zulassungen ansteigen. Die Bundesregierung betont in diesem Rahmen die Notwendigkeit des Ausbaus einer entsprechenden Ladeinfrastruktur. „Allerdings erfolgt dieser bislang noch nicht flächendeckend und regional heterogen“, heißt es im Gesetzesentwurf. Regierungssprecher Steffen Hebestreit sprach von einer Lücke, die im Ladenetz noch zu schließen sei.

Quellen: Tagesschau, Statista

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