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Archäologischer Fund: Mysteriöses Monument verwirrt Forscher

Viele Orte auf der Welt sind berühmt dafür, dass sich dort immer wieder Relikte uralter Kulturen finden lassen. Das gilt eigentlich nicht für Frankreich, was eine aktuelle Entdeckung umso beeindruckender macht.

Mehrere Hände mit Werkzeugen graben an einem archäologischen Fund.
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Bei einem archäologischen Fund im französischen Dijon konnten die Wissenschaftler*innen eine seltene Entdeckung machen. Offenbar ist das dort ausgegrabene Monument über viertausend Jahre alt.

Archäologischer Fund: Das fanden Forscher in Dijon

Wenn in Europa ein archäologischer Fund gemacht wird, kommt dieser meist aus der Zeit der alten Römer und Griechen, der Antike. Es ist eher selten, dass sich noch ältere Relikte finden lassen, insbesondere, wenn diese in gutem Zustand sind. Das ist aber nur einer der Gründe, aus dem eine Ausgrabung in Frankreich für einige Forscher*innen einige Rätsel aufgibt.

So konnten Wissenschaftler*innen des „Nationalen Instituts für präventive Archäologie“ (INRAP) bei Dijon, etwa zweihundert Kilometer südöstlich von Paris, ein uraltes Monument zutage fördern. Das Institut, das ausschließlich Ausgrabungen durchführt, um Zufallsfunden durch Bauarbeiter*innen vorzubeugen, gibt in einer Mitteilung an, dass das entdeckte Monument „einzigartig“ sei. Bei dem archäologischen Fund handelt sich offenbar um einen Gebäudekomplex aus mehreren miteinander verbundenen Bereichen, in dem sich auch zahlreiche Werkzeuge finden ließen.

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Was könnte die Entdeckung bedeuten?

Das Institut geht sogar so weit, dass es für den bronzezeitlichen archäologischen Fund überhaupt keinen Vergleich gebe. Auch wenn dieser sich noch nicht genau datieren lasse, sei doch anzunehmen, dass er etwa der Jungsteinzeit zugeordnet werden könne. Derzeit führt das Institut noch Radiokarbonanalysen durch, um genauer zu bestimmen, wie alt die gefundenen Objekte sind.

Mysteriös bleibt allerdings der Zweck, dem das Monument gedient haben könnte. Einerseits ließen sich dort Hinweise auf eine Grabstätte finden, andererseits passe die Position, in der diese gefunden wurden, nicht zu diesem Zweck. Dafür konnten die Forscher*innen Reste von Scheiterhaufen finden, die anscheinend in einer bestimmten Struktur auf dem Areal angeordnet waren.

Welche Rituale hier abgehalten wurden und was die Menschen an diesem Ort taten, wird vielleicht nie ganz klar werden. Denn durch die Bodenbeschaffenheit verwesen in der Gegend Leichen schnell, was einen Fund von Knochen sehr unwahrscheinlich macht. Dennoch wollen die Wissenschaftler*innen den archäologischen Fund weiter untersuchen.

Quellen: INRAP

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